Weiteres Rennwochenende mit Enttäuschungen
Ende bereits nach dem ersten Qualifying
Mit Aussichten auf schönes Wetter, gastierte die Spezial Tourenwagen Trophy am Wochenende bei den ADAC GT Masters am Nürburgring. Bereits am Donnerstag wurde die Unterkunft für das Wochenende aufgebaut damit am Freitag der Seat Leon für das freie Training am späten Nachmittag um 17 Uhr vorbereitet werden konnte.
Bereits im freien Training wurde klar, dass in den letzten, arbeitsintensiven Wochen leider nicht alle Probleme behoben werden konnten. Erneut musste das Team um Fahrer Patrick Steuer den Leistungsverlust spürbar hinnehmen. Ärgerlich, da genau dieselbe Dichtung, die bereits in den Wochen zuvor Probleme machte, erneut den Leistungen nicht standhielt und durchbrannte. Ein herber Rückschlag für das gesamte Team.
Doch ans aufgeben dachte an diesem Abend kein einziges ePS Teammitglied, Motivation und Durchhaltevermögen überwiegte. So wurde der Turbolader bis spät in die Nacht ausgebaut und zerlegt um der Dichtung auf die Schliche zu gehen! Schnell war klar, dass eine Metallfläche sich verzogen hatte, welche deshalb keinen optimalen Abschluss zur Dichtung fand. Somit war klar, dass die Dichtung der bevorstehenden Renndistanz nicht standhalten würde. Es war spät geworden im Fahrerlager bis alle Schrauben und Muttern an ihrem Platz waren, doch an ausruhen war nicht zu denken. Samstagmorgen 8.30 Uhr startete bereits der erste Qualifikationslauf.
Steuer startete um den Test eines Systems durchzuführen welcher wichtige Erkenntnisse für das Team brachte. Wie erwartet gab erneut die Dichtung auf und ein weiteres Problem trat in den Vordergrund. Mit aller letzter Kraft und ruckelndem Motor schaffte es Patrick Steuer noch in die Box zu seinem Team. Ein weiterer Rückschlag an diesem Wochenende, dass Team konnte den Seat Leon während des laufenden Qualifikationslauf nicht zurück auf die Strecke bringen.
Nachdem das Rennfahrzeug aus dem Parc fermé geholte werden durfte, hatte das Team direkt mit der Fehleranalyse begonnen. Nach kurzer Zeit gaben die Mechaniker den Fehler bekannt. Eine Zündspule hat sich noch zu allem dazu verabschiedet. Nach einem Austausch der defekten Zündspule funktionierte der Motor wieder ohne Probleme.
An diesem Wochenende sollte es jedoch kein Ende nehmen, auch die technischen Kommissare schalteten sich ein. Ihr Urteil fiel auf ein Türfangnetz für die Sicherheit im Falle eines Unfalles, welches nach momentanem Stand im ePS Cup Seat nicht verbaut ist. Ohne Netz keine Startfreigabe. Da auf die schnelle aus Sicht des ePS Teams kein Netz aufgetrieben werden konnte, musste das Team um Teamchef Robert Brieg und langen Überlegungen endgültig den Kampf am Rennwochenende aufgeben.
"Es ist wirklich ärgerlich und enttäuschend wenn das ganze Team bis zum Schluss alles gibt um zu fahren und dann immer wieder ein Rückschlag den nächsten sucht. Es tut mir leid für das ganze Team, die wirklich einen super Job gemacht haben und alles gegeben haben. Auf die Truppe kann man wirklich stolz sein" sprach Steuer geknickt und lobt sein Team mehrfach.
Das Team hat bereits vor Ort noch mit der Reparatur begonnen damit in zwei Wochen in Zandvoort (NL/ 19.-21.08.2016) wieder im Rahmen der ADAC GT Masters mit angegriffen werden kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt und das wird auch so sein.
Wir bedanken uns bei allen Besuchern, Fans, Interessierte und die die mit gefiebert haben, es war ein tolles Feedback.

