Spannendes Rennwochenende am Hockenheimring

Zwischen Rennaction und Fehlersuche

Die Spezial Tourenwagen Trophy machte am 18. Juni bis 19: Juni bereits zum zweiten Mal in dieser Saison halt am Hockenheimring um den Kampf in der Meisterschaft weiter voran zu bringen. Das schwäbische Rennsport Team aus Bubsheim machte sich am Freitagmorgen auf den Weg und bereitet nach der Ankunft das Fahrerlager für das bevorstehende Wochenende an der Rennstrecke vor.

Am Samstag stand vormittags als erstes das freie Training für den ePS-Rennsport Piloten Patrick Steuer an. Nachdem das Team den Seat Leon Supercopa Cup optimiert und mit neuen Motorkomponenten ausgestattet hatte, war der große Moment gekommen auf den alle gewartet hatten. Würde alles funktionieren? Kann die Leistung so umgesetzt werden, wie es sich Teamchef und Fahrer vorgestellt hatten? Die Spannung war groß. Doch bereits nach wenigen Minuten musste Steuer seinen Seat Leon in der Boxengasse abstellen. Erneute technische Probleme, wie beim Saisonstart Mitte April zwangen den Rennfahrer seinen Rennwagen zur Fehlersuche seinen Mechanikern zu übergeben. Mit Hochdruck wurde an der Fehlerbehebung gearbeitet um für die erste Qualifikation am Nachmittag wieder für den Start gewappnet zu sein.

Zum ersten Qualifikationslauf stieg erneut die Spannung im Team. Auf trockener Fahrbahn ging Steuer raus und drehte fleißig seine Runden, nachdem einige Konkurrenten Verwarnungen aufgrund der Lautstärke ihres Fahrzeuges erhielten. Reifenversuche am Seat hielten Steuer von besseren Rundenzeit ab. Für das erste Rennen erfuhr der Bubsheimer sich den 10. Platz. Von den technischen Problemen am Morgen, war dank helfender Hände nichts mehr zu spüren.

Auch im zweiten Qualifikationslauf am Abend wurde es spannend da ein ordentlicher Regenschauer das Fahrerlager erstmal zum erliegen brachte. Das Wetter machte die optimale Reifenwahl zudem schwierig. Während die Division 1 der Spezial Tourenwagen Trophy noch auf nasser Fahrbahn die Qualifikation absolviert hatte, trocknete die Fahrbahn für die Division 2 ab.

Steuer holte sich für 3 schnelle Runden noch frischere Reifen um eine ordentliche Zeit hinzulegen. Teamchef Robert Brieg erreichte jedoch in der Boxengasse per Funk erneute Auffälligkeiten am teameigenen Fahrzeug von Steuer von der Strecke. Ein pfeifendes Geräusch mit unbekannter Herkunft und Leistungsverlust, ließ einen langen Abend für das Team erahnen. Trotz der Auffälligkeiten fuhr Steuer den 20 minütigen Lauf zu Ende und konnte sich für das zweite Rennen am Sonntag Startplatz 7 erkämpfen.

Das Team arbeitete unter Hochdruck bis in die Nacht um das vermeidliche Problem zu finden. Eine gebrochene Naht beim Auslass des Turboladers konnte als Übeltäter überführt werden.

Nachdem die Qualifikationsläufe der Division 1 und der Division 2 getrennt ausgetragen wurden, starteten die Rennen wie gewohnt mit dem gesamten Starterfeld der beiden Divisionen. Das Wetter ließ wieder ein Start auf Slicks zu. "Spannende Zweikämpfe mit leistungsstärkeren Rennfahrzeugen und Rennfahrzeugen aus meiner Klasse, ließen Rennaction von der ersten Minute an erahnen", erklärte Steuer. Ein Kampf mit Marken-Kollege Dirk Ehlebracht über mehrere Runden bot sich den Zuschauern, indem sich Steuer dann doch absetzen konnte und sein Rennen nachhause fahren konnte.

 

 

 

Am Ende konnte sich das Team über einen 5.Platz freuen. "Das Fahrzeug verhält sich nun ganz anders und muss in den Kurven etwas anders bewegt werden. Das musste ich erst herausfinden. Aber nachdem etwas Leistung verloren ging haben wir trotzdem weiter gekämpft und freuen uns einen kleinen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Das Ziel ist es jetzt Schritt für Schritt nach vorne zu kommen. Ein riesen Dank an das Team das über das ganze Wochenende zu tun hatte und eine super Job gemacht hat" musste Steuer unbedingt los werden.

Bis zum nächsten Auflauf am Nürburgring am 05. - 07. August, bei dem die Spezial Tourenwagen Trophy im Rahmenprogramm der ADAC GT Masters startet, vergehen für das Team noch einige Wochen in der Werkstatt dahin. Das Team um Patrick Steuer wird weiter an Präzision und Optimierung arbeiten um noch konkurrenzfähiger zu werden.