EPS-Rennsport startet mit Probleme in die Saison

Erstes Rennwochenende endet mit Enttäuschung.

 

 

Bereits am Donnerstag früh fuhr das ePS-Rennsport Team an den Hockenheimring. Nach dem Aufbau und dem Beziehen der Box, standen bereits am Mittag die ersten Testfahrten an.

Steuer pilotierte den Seat Leon MK2 zum Einfahren über die gesamte Grand Prix Strecke. Bereits nach den ersten zwei Runden fuhr Steuer wieder die Box und musste den weiß-blauen Seat wieder abstellen. Fehlende Leistung war das Problem. Das Team begab sich direkt an die Fehlersuche.

Bis in die Nacht wurde an dem Fahrzeug gearbeitet um Fehlerquellen auszuschließen.

Durch einen kleinen Fehler an der Elektrik versprach sich das Team Besserung. Steuer startete Freitag morgen dann wieder zum freien Training und versuchte es erneut. Doch der nächste Rückschlag. Der Fehler trat wie am Vortag erneut ein.

Nach Rücksprachen wurden weitere Maßnahmen getroffen um dem Problem auf die Schliche zu kommen.

Viel Zeit blieb dem Team durch den straffen Zeitplan leider nicht mehr um noch vieles auszuprobieren!

Nachdem die Einstellung an einem neuen Bauteil des Motors geändert wurde, fuhr der Seat Pilot erneut zum 1. Qualifikationslauf auf die Strecke raus.

Am Team Funk herrschte Stille. Der Seat überquerte nach der dritten Runden die Start und Ziel Linie, wonach der Funkspruch kam das der Seat erneut einen Leistungseinbruch hatte. Somit war das erste Qualifying für Steuer ohne nennenswerte Zeit vorzeitig beendet.

Trotz allem war der Bubsheimer Motorsportler positiv gestimmt, "Das Problem ist zwar nicht vollends zu beheben aber wir versuchen den Seat über die beiden Rennen zu bringen, wenn auch mit weniger Leistung, der Kampfgeist lässt bei uns nicht so schnell nach".

Freitagabend stand für das Team dann erneutes Schrauben auf dem Programm um den Seat für das 2. Qualifying am Samstag fit zu bekommen.

Bei regnerischen Verhältnissen wurde das Starterfeld der STT wieder auf den 4,57km langen Kurs geschickt. Auch der Seat des Bubsheimer Teams stand in der Boxengasse bereit um auf die Piste zu gehen. Das gesamte Team war gespannt ob die Einstellung den Seat über die Runden bringt.

Nach mehreren Runden war klar, der Seat hielt durch und fuhr das gesamte Qualifying durch.

Da kam bei dem schwäbischen Team doch ein bisschen Freude auf. "Wir werden zwar nicht konkurrenzfähig sein, aber wir wollen die beiden Rennen fahren und Erfahrungen sammeln" stellt Team- Chef Robert Brieg klar.

Bereits am Samstagmittag um 16.30 Uhr stand der Start für denn ersten Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Plan.  Nach Startplatz geordnet wurde das Feld mit dem starken Starterfeld im Fahrerlager aufgestellt, um dann in die Einführungsrunde unter gut besuchten Zuschauertribünen  fahren zu können.

Pünktlich wurde das Starterfeld der Division 2 freigegeben. Steuer erwischte einen hervorragenden Start! Er konnte sich von ganz hinten auf der Start und Ziel geraden an vier Konkurrenten vorbei drücken, wobei die erste Kurve sehr eng wurde. Steuer musste über die Innenkurve den Notweg nehmen und verlor wichtigen Schwung. Da der ePS Seat weniger Leistung hatte als die Konkurrenz versuchte Steuer den Anschluss zu halten und kämpfte sich nur ganz langsam an das Feld von hinten heran. Im weiteren Verlauf blieb es ruhig im Feld. So wurde es der 36. Platz für den Pilot des Bubsheimer Rennteams.

Bereits wie die Nächte davor wurde das Fahrzeug noch einmal vorbereitet für das zweite Rennen an diesem Wochenende.

Sonntagmittag um 14.45 Uhr, wurde das Starterfeld der Spezial Tourenwagen Trophy nach den ehemaligen Formel 1 Fahrzeugen auf die Strecke geschickt um die Einführungsrunde zu absolvieren.

Wie am Vortag wurde das Feld geordnet auf das 30 minütige Rennen geschickt.

Steuer hatte einen schwierigen Start und konnte mit der Konkurrenz nicht mithalten. Bereits nach wenigen Metern machte sich ein deutlicher Abstand bemerkbar. Durch die Kurven im Infield gelang es dem Seat Pilot, Sekunde um Sekunde wieder aufzuholen, wobei nach einem Fahrzeugbrand eines Konkurrenten das Safety Car auf die Strecke musste und das Feld 5 Runden lang anführte.

Nach dem Bergen des brandbeschädigten Fahrzeuges wurde das Rennen 8 Minuten vor Schluss wieder frei gegeben. Steuer versuchte sich auf den letzten Runden noch an den vorausfahrenden Porsche eines Konkurrenten zu hängen.

Nach zwei Runden war Steuer dran am Porsche und kämpfte in jeder Kurve. Mit Fairness und reichlich Action fuhr Steuer hinter dem Porsche Piloten ins Ziel. Zu letzt wurde es der 35. Platz für Patrick Steuer.

"Mithalten konnten wir mit dem Handicap natürlich nicht, aber Aufgeben gibt es für uns nicht. Deshalb haben wir versucht auf den hinteren Plätzen trotzdem tollen Motorsport zu liefern und es spannend zu halten bis zum Zieleinlauf. Ich denke das ist uns gelungen, um auch den Zuschauern etwas zu bieten" erklärte Steuer ernüchternd.

Um wieder fit zu werden für das nächste Rennen bleiben dem Bubsheimer Rennteam 9 Wochen Zeit bis es wieder in Hockenheim zum 3. und 4. Lauf der STT an den Start geht.