RCN Lauf 4 "Rhein Rhur", ePS-Rennsportteam hart im Nehmen

 

Der Alltag nachdem 24h Rennen ist zurückgekehrt. Wie gewohnt startet das ePS-Rennsportteam um Patrick Steuer die Reise in das Rennwochenende am Freitagmorgen. 420 km Fahrstrecke wurden bei sonnigen Temperaturen zurück gelegt. Der ePS-Rennsport BMW bestand die Papierabnahme und die technische Abnahme nach langen Wartezeiten.

 

Ungewohnt früh startet für Steuer der Renntag am Samstagmorgen, zum Frühsport in der Boxengasse. Nach einem stärkenden Frühstück und einem ergiebigen Regenerguss, welcher in der Eifel natürlich an einem Rundstrecken Rennen nicht fehlen darf, startet das Team die Vorbereitungen am Rennwagen. Steuer entschied sich auf Slicks zu starten, da sich der Himmel aufhellte und kein Regenschauer mehr anstehen sollte. Seine Konkurrenten taten es ihm gleich.

 

12.30 Uhr Rennstart auf der Nürburgring Nordschleife. Nach zweimaliger Anbindung der Grand Prix Strecke wurde dieses mal wieder nur die Nordschleifenvariante auf 15 Runden von den Fahren mit ihren Autos verlangt. Insgesamt gingen 170 Teilnehmer an den Start.

Steuer meldete nach wenigen Runden bereits Rauchentwicklungen am BMW E36 318is Class 2. Er nahm Gas raus und gab Entwarnung in die Box, da sich der Rauch wieder verzogen hatte. Erneut starke Rauchentwicklung, welche auch vor dem Innenraum und Steuer keinen Halt machte. Bange Minuten in der Box. Der ePS-Teamchef meldete in die Box, er müsse das Fahrzeug abstellen, worauf die Funkverbindung zwischen Fahrer und Box abbrach. Zur selben Zeit auf der Strecke entschied Steuer sich dazu, nicht aufzugeben und gab wieder Gas. Diese Entscheidung bekam das restliche Team in der Box nicht mit und konnte aus unerklärlichen Gründen vorerst die Funkverbindung nicht mehr aufbauen. Hoffen und Bangen und ein ständiger Blick auf die Start-Ziel-Gerade, mehr blieb dem Team zum jenem Zeitpunkt nicht übrig.

 

Zwei Runden ohne Funkverbindung gab Pilot Patrick Steuer Gas und kämpfte sich durch die vielen Gelbphasen und das volle Starterfeld. Unendliche Minuten nach dem Schweigen konnte die Verbindung zwischen Brieg in der Box und Steuer wiederhergestellt werden. Der planmäßige Boxenstopp stand an und der BMW kam in die Boxengasse, welche völlig überfüllt war. Mechaniker Brieg kam Steuer entgegen und untersuchte das Auto, um heraus zu finden wo die Rauchentwicklung seinen Ursprung hatte.

Leider war das Glück nicht auf der Seite des ePS-Rennsportteam. Ein anderes Rennfahrzeug, welches vor Steuer in der Schlange stand, wollte eigentlich den Anschluss zu den anderen Fahrzeugen nach oben verkürzen. Doch der Fahrer verwechselte den Vorwärtsgang mit dem Rückwärtsgang und fuhr mit Schwung auf den ePS BMW. Dabei wurde die Front leicht beschädigt. Das Team gab alles und brachte den BMW wieder geflickt. Zeit für einen anständigen Boxenstopp blieb dem Team nicht, voll getankt startet die zweite Rennhälfte.

Viele Gelbphasen durch schwere Unfälle hinderten Steuer Gas zu geben und Rundenzeiten gut zu machen. In den letzten Runden der Rundstrecken Challenge Nürburgring eine erneute Meldung von der Rennstrecke. P. Steuer meldete an die Crew ein Teil während Spitzengeschwindigkeit auf der "Döttinger Höhe" verloren zu haben. Am Ende des Rennes war klar, dass Teile der Front Verloren gingen. Vermutlich durch den Stoß beim Boxenstopp.

 

"Ein enttäuschendes Ergebnis für die dramatischen, harten Kämpfe. Der BMW hat gut funktioniert. Die Rauchentwicklung war nur Differenzial Öl auf der Abgasanlage. Im weiteren Rennverlauf habe ich mich erneut mit Klassenhöheren anlegen müssen, was leider viel Zeit kostete", berichtet Patrick Steuer leicht geknickt.

 

Am Ende war es Platz 4 für das Team. Am selben Abend wurde noch die Heimreise angetreten, weil bereits am nächsten Tag der nächste Termin wartete. Das ePS-Rennsportteam war eingeladen auf ein BMW-Treffen in Sulz / Vöhringen. Der blau weiße BMW wurde am Sonntag mit noch wenigen Kampfspuren eines harten Rennens präsentiert. "Aber das ist Rennsport" so dass Team.

 

Bereits in vier Wochen kann das Team erneut unter Beweis stellen, nach einem harten Kampf um das Podium nicht aufzugeben und in der zweiten Saisonhälfte noch einmal alles zu geben.