ePS-Rennsport kämpft erneut mit Wechselwetter

Am vergangenen Wochenende nahm das ePS-Rennsport Team um den Bubsheimer Patrick Steuer zum zweiten Mal in der Saison die Fahrt zum legendären Nürburgring auf sich um zum zweiten Lauf der Rundstrecken Challenge anzutreten. Drei Wochen waren seit dem vergangen Lauf ins Land gegangen und so gingen die Vorbereitungen wieder los.
Freitagmorgen bei Sonnenschein machten sich die Schwaben mit Transporter und Anhänger für das Rennauto auf die 420km lange Anreise. Ohne Probleme wurde nachmittags das Ziel erreicht. Genauso wie die Anreise verlief die Abnahmen des Rennwagens ohne Probleme. Somit konnte das Team im Fahrerlager am teameigenen Pavillon die Sonne im Feierabend genießen und auch an der Pension noch gemütliche warme Stunden verbringen.
Renntag am Nürburgring. Der zweite Lauf der Rundstrecken Challenge fand dieses Mal im Rahmen des 24h Qualifikationsrennen statt. Insgesamt 195 Rennfahrer fieberten mit Patrick Steuer dem Rennen entgegen, das dieses mal nicht nur auf der Nordschleife gefahren wurde, sondern unter Anbindung der Grand Prix Strecke des Nürburgringes. Durch diese Streckenvariante betrugen die Rundenkilometer 25,8 km. Trotz dem entgegen fiebern der Teams stand die diesmalige Veranstaltung unter kritischen Augen aufgrund eines tragischen Ereignisses vor zwei Wochen. Die Tragödie am Streckenabschnitt „Flugplatz“ zwang die Veranstalter zu Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen für Zuschauer sowie Rennfahrer. Einige Fahrer entschlossen sich mit einem Trauerflor am Seitenspiegel das Rennen zu fahren.
Dadurch, dass Pilot Patrick Steuer und sein BMW E36 die kompletten Rennkilometer auf dem Nürburgring bevorstand, war eine frühe Reifenwahl nötig. Leider war es wie beim ersten Lauf für das ePS-Rennsport Team keine leichte Entscheidungsfindung. Immer und immer wieder wurde der Regenradar aufs Neue studiert, um sich die Entscheidung leichter zu machen. So entschloss sich Steuer auf Slicks ins Rennen zu starten und somit starteten die Konkurrenten unter gleichen Bedingungen.
Aufgrund der vielen Starter war die Rennstrecke voll von Autos, die Steuer ein geschmeidiges durchkommen schwer machten. Den Fahrern war anzumerken, dass alle die Tragödie im Hinterkopf hatten und durch die Maßnahmen der Veranstalter mit Vorsicht ihre Runden drehten.
Die Hälfte des ersten Stints war gefahren und Patrick Steuer meldete von der Strecke einsetzender Nieselregen an die Boxencrew um Robert Brieg. Die Konkurrenz stand unter ständiger Beobachtung, welche Reifentaktik angewandt wurde. Aus Nieselregen wurde starker Regen, was das befahren der Rennstrecke mit Slicks erheblich beeinträchtigte. Somit stand die Entschluss fest. Noch vor dem regulären Boxenstopp steuerte der Rennpilot aus Bubsheim in die Box zum Reifenwechsel auf Regenreifen. Einige seiner Konkurrenten taten es ihm gleich.
Auf Regenreifen zurück im Rennen konnte der Rennpilot seine Fahrt fortsetzen und machte Minute für Minute gut, während andere mit den Slicks im Nassen zu kämpfen hatten, jedoch einen Zeitlichen Vorteil ohne Boxenstopp hatten. Doch wie sollte es in der Eiffel anders sein, der Wind vertrieb den Regen und die Rennstrecke trocknete ab. Glücklicherweise stand der reguläre Boxenstopp bevor und das Boxenteam zog Steuer wieder die Slicks auf. Das Wetter blieb trocken und so konnte er richtig aufdrehen und noch zwei Plätze gut machen. Trocken blieb es auch bis zur Einfahrt ins Parc ferme, wo ePS-Rennsport Pilot Steuer seinen BMW nachdem Ziel abstellte.
Kurze Zeit des Bangens vergingen in der Teamrunde, da das Rennen als Regenrennen ausgelegt wurde und somit die Punkte anders verrechnet werden mussten. Doch nach Aushängen der Endergebnisse war für das ePS-Rennsport Team der vierte Platz sicher. "Die Zeiten heute haben mir gezeigt, dass unser BMW E36 318is Class2 einwandfrei funktioniert und wir wieder vorne mit fahren könnte. "Trotz der Wetterkapriolen hatte Ich richtig Spaß am heutigen Rennen", resümierte Steuer mit einem Lächeln.
Bereits in vier Wochen startet das ePS-Rennsport Team wieder am Nürburgring durch mit dem dritten Lauf "Feste Nürburg" im Rahmen des 24h Rennen Nürburgring. Dort kann das junge Team aus dem Schwabenland sein Können vor ca. 200.000 Zuschauern zeigen.

